Ist KI die Lösung, die Ihre Inhalte brauchen?

Is AI the solution your content needs

Welche Möglichkeiten hat die generativer KI beim Erstellen von (mehrsprachigen) Inhalten

Generative künstliche Intelligenz (GenAI) verblüfft uns immer noch.

Als im Januar dieses Jahres eine Rede des argentinischen Präsidenten auf Spanisch beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Anschluss auf Englisch wiedergegeben wurde, merkte die Welt auf. In einem Video, das von generativer KI erstellt und kurz darauf veröffentlicht wurde, waren die Mundbewegungen des Präsidenten genau auf die von ihm verwendeten englischen Worte abgestimmt: Er sprach praktisch fließend Englisch.  Das Video wurde 75 Millionen Mal aufgerufen.

Langsam gewöhnen wir uns an die spannenden Dinge, die KI in all ihren Formen leisten kann. Wir bewundern die fantastischen Bilder, die durch KI entstehen, und ihre Fähigkeit, fantasievolle und unterhaltsame Geschichten zu schreiben. Wir nutzen sie mehr und mehr in unserem Alltag, um uns Tipps und Empfehlungen zu holen, unsere Kalender zu organisieren und um Nachrichten und E-Mails zu schreiben.

Auch die Übersetzung gehört zum Repertoire von KI. Große Sprachmodelle wie die GPT-Serie und Gemini von Google können zwischen Dutzenden von Sprachen übersetzen und daher gleichzeitig potenziell mehrsprachige Inhalte in diesen Sprachen produzieren. Es gibt auch Möglichkeiten für Sprache-zu-Text und umgekehrt, wobei durch Bild- und Videoerstellung noch mehr Optionen hinzukommen.

Könnte generative KI die ideale Lösung für das Erstellen mehrsprachiger Inhalte sein?

Die Vorteile von KI beim Erstellen von Inhalten

Dies sind einige der Vorteile, die GenAI und LLMs beim allgemeinen Erstellen von Inhalten bieten können.

  • GenAI-Modelle erstellen Inhalte schnell und effizient. Wenn ein LLM vom Benutzer „gepromptet“ wird, erscheint seine Antwort innerhalb kürzester Zeit. Nach wenigen Sekunden wird lesbarer, grammatisch korrekter Text ausgegeben.
  • Diese Effizienz macht KI-Aufgaben mühelos skalierbar. Und das könnte auch für die Produktion von Inhalten in mehreren Sprachen gelten.
  • Damit einher geht zudem die Wirtschaftlichkeit. Durch die schnellere Textproduktion wird weniger Geld für menschliche Arbeit ausgegeben.
  • Die SEO kann gesteigert werden. KI findet im Handumdrehen die besten Keywords für Ihren Blogbeitrag oder liefert innerhalb der empfohlenen Zeichenbegrenzung effektvolle Überschriften und Schlagzeilen.
  • KI kann Ideen sammeln und bei Planung und Strategie helfen.

Die Vorteile der Verwendung eines KI-Sprachmodells zum Erstellen von Inhalten liegen daher auf der Hand. In der Welt der KI ist jedoch nichts vollkommen einfach, und aufgrund der Schwächen der LLM gibt es trotz der enormen Fortschritte immer noch erhebliche Nachteile.

Die Kehrseite von GenAI in Bezug auf Inhalte

Wenn wir mehr über ein bestimmtes Thema lernen, fügen wir es in unser bereits umfassendes Wissen über die Welt um uns herum ein. Wir integrieren es in den Kontext unseres Wissens und wenden unseren ausgeprägten Sinn für Logik darauf an.

KI-Systeme lernen nicht wie wir. Sie durchsuchen riesige Datenmengen nach Mustern, und ihre „Logik“ sagt voraus, welche Wörter oder Bilder zusammenpassen. Sie haben keine Erfahrung mit der Welt oder damit, wie diese funktioniert. Sie können lediglich auf die Daten zurückgreifen, mit denen sie „gefüttert“ werden.

Das führt dazu, dass sie manchmal ihre eigenen Gedankengänge entwickeln und wir ihren Antworten und den Inhalten, die sie produzieren, nicht immer vertrauen können.

  • Halluzination“, die Erfindung ansprechender und zugleich realistisch klingender Antworten, ist immer noch ein Problem, ebenso wie die inhärente Voreingenommenheit, wenn KI-Modelle schädliche, unethische und vorurteilsbehaftete Texte produzieren.
  • Der KI mangelt es an Kreativität und ihr Schreibstil kann beliebig oder langweilig wirken.
  • Aufgrund der Art und Weise, wie KI von anderen Quellen „lernt“, bestehen Bedenken hinsichtlich des Diebstahls geistigen Eigentums. Die New York Times führt derzeit einen Rechtsstreit gegen OpenAI und dessen Investor Microsoft. Sie behauptet, dass OpenAI die Artikel und Inhalte der Zeitung zum Training seiner KI-Tools verwendet hat.  
  • Die Verwendung von LLMs kann dazu führen, dass die eingegebenen Daten einem Sicherheitsrisiko unterliegen.
  • Google bevorzugt in seinen Suchergebnissen „hilfreiche“ menschliche Inhalte und könnte durch KI generierte Inhalte abwerten.

Wie mehrsprachig ist GenAI?

Wenn KI auf Texte in verschiedenen Sprachen trainiert wird, lernt sie automatisch, wie sie in diesen Sprachen arbeiten kann, obwohl ihre Fähigkeit durch die Menge der verbrauchten Daten begrenzt ist. Das bedeutet, dass die Zahl der Sprachen, die sie „spricht“, mühelos wachsen kann. ChatGPT spricht Berichten zufolge rund 95 Sprachen fließend, Gemini von Google über 40 und Llama von Meta mehr als 30.

Angesichts der Dominanz des Englischen in der digitalen Welt könnten diese GenAI-Tools potenziell mehr Sprachen mehr Platz im Internet bieten und dazu beitragen, ihre Verwendung zu fördern und das Ungleichgewicht der wenigen Sprachen, die das Internet monopolisieren, zu beseitigen. Sie könnten beispielsweise zur Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse beitragen, indem sie die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in mehr Sprachen ermöglichen, oder Möglichkeiten für den elektronischen Geschäftsverkehr eröffnen.

Die bereits in diesen KI-Modellen vorhandenen Probleme können sich jedoch in anderen Sprachen noch verschärfen. LLMs gehen so weit, dass sie Wörter in den Sprachen erfinden, die sie weniger gut beherrschen. Sie neigen dazu, sich durch Grammatik und nicht-lateinische Alphabete durcheinanderbringen zu lassen und in ein und demselben Satz verschiedene Sprachen zu vermischen. Ihre besten Übersetzungen fertigen sie normalerweise ins Englische an. Auch in anderen dominanten Sprachen wie Chinesisch und Spanisch schneiden sie gut ab. Wenn Sprachen nur wenige digitale Ressourcen haben, von denen die KI lernen kann, gelingt es ihr nicht, sie korrekt zu übersetzen.

KI ist ein praktisches Tool

Trotz ihrer Grenzen wäre es unklug, auf die Vorteile von GenAI zu verzichten, insbesondere im Hinblick auf geschäftliche Inhalte. Organisationen erkennen schnell, was sie leisten kann und wo die Vorteile für Workflows liegen. Eine Überprüfung durch den Menschen ist nach wie vor unerlässlich, aber für Aufgaben wie das Erstellen von Produktbeschreibungen in großem Umfang, die Unterstützung der Produktivität des Autors oder das Schreiben von Code sind GenAI-basierte Modelle wertvolle Tools.

Wenn es um Übersetzungen geht, sollte GenAI nicht ohne die Prüfung durch einen Linguisten verwendet werden, vor allem nicht bei Texten, bei denen es auf Richtigkeit und Genauigkeit ankommt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht hilfreich ist. Für nicht-kommerzielle Zwecke kann sie ähnlich wie andere vorhandene maschinelle Übersetzungstools verwendet werden, zum Beispiel wenn Sie die Hauptaussage eines Textes in einer anderen Sprache benötigen oder eine einfache Nachricht verfassen möchten.

Die Sprachbranche integriert inzwischen KI-Technologie in ihre Übersetzungsprozesse. CAT-Tools (computergestützte Übersetzung) und TMS-Tools (Übersetzungsmanagementsystem), die mit KI angepasst werden, bringen zusätzliche Effizienz und Produktivität. Sprachdienstleister sind in der Lage, die Vorteile der neuesten Technologien zu erkennen und sie schnell zu übernehmen, um Zeit und Kosten zu sparen. KI ist da keine Ausnahme.

Die Zukunft von GenAI

Je mehr wir über GenAI und ihre Fähigkeiten wissen, desto besser können wir sie auf die effektivste Weise einsetzen.

KI für die Übersetzung ist da keine Ausnahme. Im japanischen Osaka hilft ein mehrsprachiger Chatbot, der GenAI nutzt, Touristen, sich in der Stadt zurechtzufinden, alte Manuskripte in ausgestorbenen Sprachen werden mit Hilfe von KI übersetzt, um die Geheimnisse vergangener Kulturen zu entschlüsseln, und Medienanstalten wie die BBC nutzen KI, um ihre Nachrichtenartikel in mehr Sprachen zu verbreiten.

In all diesen Fällen wird die Arbeit von menschlichen Experten und Linguisten durch KI ergänzt.

Das Erstellen von Inhalten, ob in mehreren Sprachen oder nicht, kann von GenAI enorm profitieren und wird zweifellos zu der „Explosion“ von Inhalten beitragen, die wir derzeit erleben. Wenn Sie jedoch sicher sein wollen, dass Ihr Text für seinen Zweck absolut geeignet ist, sollten Sie sich auf menschliche Fachleute verlassen, die Ihnen helfen, die Vorteile von GenAI zu nutzen.

Sprechen Sie noch heute mit t’works darüber, wie wir KI für Ihre Sprachprojekte nutzen können.

Ihr(e) persönliche(r) Ansprechpartner:in

Marie-Laure Vinckx

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