Jedes Unternehmen hat seine eigene Sprache. Produktnamen, Leistungsbeschreibungen, Fachbegriffe, Stellenbezeichnungen, juristische Formulierungen, Kampagnenbotschaften und interne Begriffe prägen, wie ein Unternehmen kommuniziert.
Wird diese Sprache konsistent verwendet, wird Kommunikation klarer. Kundinnen und Kunden erhalten verständlichere Informationen. Teams arbeiten mit denselben Definitionen. Übersetzerinnen und Übersetzer wissen, welche Begriffe sie verwenden sollen. Und die Marke wirkt in jedem Markt stimmiger.
Genau hier setzt Terminologiemanagement an. Es gibt den wichtigsten Begriffen eines Unternehmens einen klaren, freigegebenen Platz, damit sie über Sprachen, Kanäle und Teams hinweg präzise verwendet werden können.
Was ist Terminologiemanagement?
Terminologiemanagement ist der Prozess, bei dem die wichtigsten Wörter und Formulierungen eines Unternehmens gesammelt, definiert, freigegeben und gepflegt werden.
Diese Begriffe können zum Beispiel in folgenden Inhalten vorkommen:
- Websites und Marketinginhalten
- Produktseiten und Benutzerhandbüchern
- Verträgen und juristischen Dokumenten
- technischer Dokumentation
- interner Kommunikation
- Materialien für den Kundensupport
- mehrsprachigen Kampagnen.
Das Ergebnis ist meist eine Terminologiedatenbank, ein Glossar oder eine sogenannte Termbase. Dabei geht es um mehr als eine einfache Wortliste. Eine gute Terminologiedatenbank kann Definitionen, freigegebene Übersetzungen, zu vermeidende Begriffe, Kontext, Verwendungshinweise, Fachgebiete, Produktreferenzen und Kommentare aus der Prüfung enthalten.
Kurz gesagt: Sie wird zur gemeinsamen Referenz für die Unternehmenssprache.
Warum Unternehmensterminologie wichtig ist
Kleine Inkonsistenzen können schnell zu größeren Problemen werden.
Ein Team beschreibt eine Produktfunktion auf eine bestimmte Weise. Ein anderes verwendet einen leicht abweichenden Begriff. Eine Übersetzerin oder ein Übersetzer wählt eine Formulierung, die fachlich korrekt ist, aber nicht zur Marke passt. Ein lokaler Markt passt eine Aussage so an, dass sich die Bedeutung verändert.
Für sich genommen wirken solche Entscheidungen vielleicht unproblematisch. Über mehrere Sprachen, Plattformen und Abteilungen hinweg können sie jedoch Verwirrung schaffen.
Konsistente Terminologie hilft Unternehmen dabei,
- die Markenidentität über Märkte hinweg zu schützen
- Missverständnisse in technischen oder regulierten Inhalten zu reduzieren
- die interne Kommunikation klarer zu machen
- schnellere und konsistentere Übersetzungen zu ermöglichen
- die Kundenerfahrung zu verbessern
- mehrsprachige Inhalte einfacher zu prüfen und zu aktualisieren.
Besonders wichtig ist das für Unternehmen mit komplexen Produkten, spezialisierten Branchen, juristischen Inhalten, Software, E-Commerce, Healthcare, Engineering oder anderen Bereichen, in denen Präzision entscheidend ist.
Wie Terminologiemanagement die Lokalisierung unterstützt
Wenn ein Unternehmen in neue Märkte expandiert, geht es bei Übersetzung selten nur darum, Wörter von einer Sprache in eine andere zu übertragen. Auch Bedeutung, Tonalität und Kontext müssen für die Menschen funktionieren, die den Inhalt lesen.
Hier wird Terminologie zu einem wichtigen Bestandteil von Übersetzung und Lokalisierung.
Arbeiten mehrere Übersetzerinnen, Prüfer oder lokale Teams an demselben Projekt, müssen alle wissen, welche Begriffe freigegeben sind. Ohne klare Vorgaben kann derselbe Begriff auf unterschiedliche Weise übersetzt werden. Das ist ganz normal, denn Sprache lässt oft mehr als eine korrekte Lösung zu. Bei Unternehmensinhalten reicht „korrekt“ jedoch nicht immer aus. Die Formulierung muss auch konsistent, wiedererkennbar und an der bevorzugten Sprache des Unternehmens ausgerichtet sein.
Eine mehrsprachige Terminologiedatenbank hilft Übersetzungs- und Review-Teams, auf Basis derselben Entscheidungen zu arbeiten. Sie reduziert Rechercheaufwand, vermeidet wiederkehrende Abstimmungen und macht finale Inhalte leichter freigabefähig.
Bei größeren Projekten arbeitet Terminologiemanagement außerdem eng mit Translation Memories zusammen. Ein Translation Memory speichert bereits übersetzte Sätze oder Textsegmente. Eine Terminologiedatenbank speichert freigegebene Begriffe und Regeln zu ihrer Verwendung. Zusammen unterstützen sie Konsistenz auf Satz- und Begriffsebene.
Terminologie, SEO und mehrsprachige Inhalte
Terminologiemanagement kann auch die Sichtbarkeit in Suchmaschinen unterstützen, besonders wenn Unternehmen mehrsprachige Websites oder internationale Content-Strategien betreuen.
Werden zentrale Produkt-, Service- oder Branchenbegriffe uneinheitlich übersetzt, erhalten Suchmaschinen und Nutzerinnen und Nutzer möglicherweise uneindeutige Signale. Eine Seite verwendet dann vielleicht ein Keyword im Titel, ein anderes im Fließtext und ein drittes in lokalen Kampagnenmaterialien. Das kann die Klarheit schwächen und die Optimierung von Inhalten erschweren.
Mit einem strukturierten Terminologieprozess können Unternehmen bevorzugte Keywords für jede Sprache und jeden Markt festlegen. So lassen sich übersetzte Inhalte, Metadaten, Landingpages und Kampagnenbotschaften besser aufeinander abstimmen.
Für Unternehmen mit internationalen Websites kann Website- und SEO-Lokalisierung helfen, sprachliche Präzision mit lokalem Suchverhalten zu verbinden.
Wie ein Terminologiemanagement-Prozess aufgebaut wird
Terminologiemanagement muss nicht als großes, komplexes Projekt beginnen. Der richtige Ansatz hängt von der Größe des Unternehmens, der Anzahl der Sprachen und der Art der Inhalte ab.
Ein einfacher Prozess kann zum Beispiel folgende Schritte umfassen:
- die wichtigsten Begriffe identifizieren
- Definitionen und bevorzugte Formulierungen festlegen
- freigegebene Übersetzungen ergänzen
- Kontext und Verwendungshinweise aufnehmen
- definieren, wer Begriffe freigeben oder aktualisieren darf
- Terminologie regelmäßig prüfen.
Für kleine Teams kann eine sorgfältig gepflegte Tabelle zu Beginn ausreichen. Für größere Organisationen ist eine spezialisierte Lösung wie ein Terminology Manager meist praktischer. So können autorisierte Teams, Übersetzerinnen und Übersetzer sowie Reviewer auf dieselbe Terminologie zugreifen, sie leichter aktualisieren und projektübergreifend konsistent halten.
In komplexeren Umgebungen kann Terminologiearbeit auch an anerkannten Standards wie ISO 704:2022 oder ISO 12616-1:2021 ausgerichtet werden.
Eine klarere Botschaft in jeder Sprache
Worte tragen Ihre Marke, Ihre Expertise und Ihre Kundenerfahrung. Wenn sie von Dokument zu Dokument, von Abteilung zu Abteilung oder von Sprache zu Sprache variieren, kann Ihre Botschaft an Klarheit verlieren.
Terminologiemanagement hilft, genau das zu vermeiden. Es bietet Unternehmen eine praktische Möglichkeit, wichtige Begriffe zu definieren, mehrsprachige Inhalte konsistent zu halten und Lokalisierungsprozesse reibungsloser zu gestalten.
Für Unternehmen, die Inhalte für mehrere Märkte erstellen, kann professionelle Übersetzung, unterstützt durch starke Terminologieprozesse, den Unterschied ausmachen zwischen Inhalten, die lediglich übersetzt sind, und Inhalten, die präzise, stimmig und bereit für ihre jeweilige Zielgruppe sind.
Bei t’works verbindet Terminologiemanagement menschliche Sprachexpertise mit der passenden Technologie. So helfen wir Unternehmen, ihre Botschaft klar zu halten, ganz gleich, wohin sie reisen soll. Das und mehr können wir für Sie tun. Kontaktieren Sie uns.
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