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Wie Sie eine Übersetzung wirksam revidieren

Dies ist ein Text innerhalb eines Div-Blocks.
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Selbst erfahrene Übersetzer übersehen manchmal Fehler in der eigenen Arbeit. Das bedeutet nicht, dass es ihnen an Sorgfalt fehlt. Es liegt daran, dass der Übersetzer bereits weiss, was der Text sagen soll, und dadurch schwerer sieht, was tatsächlich auf der Seite steht.

Deshalb ist Revision ein so wichtiger Bestandteil professioneller Übersetzung. Ein guter Revisionsprozess prüft mehr als nur die Rechtschreibung. Er betrachtet Bedeutung, Terminologie, Grammatik, Stil, Formatierung, Konsistenz und die Frage, ob der übersetzte Text für seine Zielgruppe funktioniert.

Warum Selbstrevision schwierig ist

Wenn wir unsere eigenen Texte lesen, füllt das Gehirn Lücken. Wir sehen den Satz, den wir schreiben wollten, nicht immer den Satz, der tatsächlich dasteht. Deshalb können Tippfehler, fehlende Wörter oder unnatürliche Strukturen mehrere Lesedurchgänge überstehen.

Beim Übersetzen kommt eine weitere Schwierigkeit hinzu: Der Übersetzer hat längere Zeit zwischen zwei Sprachen gewechselt. Nach intensiver Arbeit mit dem Ausgangstext kann es schwieriger sein zu beurteilen, ob der Zieltext für sich allein natürlich klingt.

Revision, Korrekturlesen und Review: Was ist der Unterschied?

Diese Begriffe werden häufig zusammen verwendet, bedeuten aber nicht genau dasselbe.

Die Revision einer Übersetzung umfasst in der Regel den Vergleich mit dem Ausgangstext, um Genauigkeit, Vollständigkeit, Terminologie und Eignung zu prüfen.

Das Korrekturlesen konzentriert sich meist auf den fertigen Text in der Zielsprache und sucht nach Rechtschreib-, Zeichensetzungs-, Formatierungs- und Oberflächenfehlern.

Ein Review kann bewerten, ob der fertige Text seinen Zweck erfüllt, insbesondere bei Marketing-, technischen oder hochspezialisierten Inhalten.

Ein solider Workflow kann je nach Projekt, Frist und Risikostufe alle drei Schritte umfassen.

Die beste Lösung: ein zweites Paar Augen

Die wirksamste Methode, eine Übersetzung zu revidieren, ist die Einbindung eines weiteren qualifizierten Linguisten. Eine zweite Fachperson bringt Abstand zum Ausgangstext mit und erkennt Probleme, die der ursprüngliche Übersetzer möglicherweise nicht sieht.

Das ist besonders wichtig bei juristischen, medizinischen, technischen, finanziellen und öffentlichkeitswirksamen Inhalten, bei denen kleine Fehler Bedeutung, Compliance oder Markenvertrauen beeinträchtigen können.

Trotzdem gibt es Situationen, in denen der Übersetzer eine sorgfältige Selbstrevision durchführen muss, sei es vor der Übergabe an einen Revisor oder weil der Projektzeitplan sehr knapp ist. In solchen Fällen können die folgenden Techniken helfen.

1. Vor der Revision eine Pause machen

Revision funktioniert besser mit Abstand. Wenn möglich, legen Sie den Text beiseite, bevor Sie ihn erneut lesen. Schon eine kurze Pause kann helfen, mit klarerem Blick zur Übersetzung zurückzukehren.

Nach mehreren Stunden Übersetzungsarbeit lässt die Aufmerksamkeit nach, und die Struktur der Ausgangssprache kann noch zu präsent sein. Eine Pause hilft Ihnen, eher wie die Zielgruppe zu lesen.

2. Nicht nur auf automatische Korrekturtools vertrauen

Rechtschreib- und Grammatikprüfungen sind nützlich, aber sie sind keine Revisoren. Sie können einige Tippfehler, doppelte Wörter und offensichtliche Grammatikprobleme erkennen, übersehen aber falsche Terminologie, Bedeutungsfehler, uneinheitliches Register oder einen technisch korrekten, aber unnatürlichen Satz.

Nutzen Sie automatische Prüfungen als Unterstützung, nicht als Beweis dafür, dass der Text fertig ist.

3. Suchen und Ersetzen mit Vorsicht verwenden

Die Funktion „Suchen und Ersetzen“ kann Zeit sparen, wenn wiederholte Fehler korrigiert werden müssen, etwa ein falsch geschriebener Name, ein uneinheitlicher Produktbegriff oder ein fehlender Akzent. Ohne Kontext kann sie jedoch auch neue Fehler erzeugen.

Bevor Sie alle Vorkommen ersetzen, prüfen Sie, ob dasselbe Wort oder dieselbe Wendung in unterschiedlichen Kontexten erscheint. In der Übersetzung kann ein Begriff mehr als eine Lösung benötigen.

4. Den Text laut lesen

Eine Übersetzung kann korrekt sein und trotzdem schwerfällig klingen. Lautes Lesen hilft, unnatürlichen Rhythmus, lange Sätze, wiederholte Wörter und Formulierungen zu erkennen, die zu nah an der Ausgangssprache bleiben.

Text-to-Speech-Tools können ebenfalls hilfreich sein. Wenn Sie den Text laut vorgelesen hören, fallen Fehler auf, die am Bildschirm leicht übersehen werden.

5. Das Format ändern

Eine andere Darstellung kann helfen, den Text neu wahrzunehmen. Vergrössern Sie die Schrift, ändern Sie die Schriftart, exportieren Sie den Text als PDF oder drucken Sie eine Kopie aus.

Diese einfache Technik kann einen vertrauten Text weniger vertraut wirken lassen und dem Gehirn helfen, Details zu bemerken, die es zuvor übersehen hat.

6. Terminologie und Konsistenz separat prüfen

Versuchen Sie nicht, alle Fehlertypen in einem einzigen Lesedurchgang zu erfassen. Ein Revisionsdurchgang kann sich auf die Bedeutung konzentrieren, ein weiterer auf Terminologie, ein weiterer auf Stil und ein weiterer auf Formatierung.

Halten Sie bei langen oder technischen Dokumenten ein Glossar oder eine Terminologiedatenbank während der Revision offen. So lässt sich die Terminologie im gesamten Text konsistent halten.

7. Die Übersetzung ohne Ausgangstext lesen

Nachdem Sie die Genauigkeit gegenüber dem Original geprüft haben, lesen Sie den Zieltext allein. Jetzt geht es um die Frage, ob er natürlich, klar und passend für den Leser klingt.

Eine gute Übersetzung sollte nicht wie eine Übersetzung wirken. Sie sollte wie ein gut geschriebener Text in der Zielsprache klingen.

Wirksame Revision schützt Qualität

Die Revision von Übersetzungen ist keine Formalität. Sie ist eine Qualitätssicherung, die dazu beiträgt, dass der fertige Text präzise, lesbar und seinem Zweck angemessen ist.

Bei t’works ist Revision Teil eines professionellen Qualitätsansatzes in der Übersetzung, der sprachliches Können, Fachwissen und sorgfältige Prüfprozesse verbindet.

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