Maschinelle Übersetzung kann große Mengen an Inhalten innerhalb von Sekunden in eine andere Sprache übertragen. Doch Schnelligkeit allein garantiert nicht immer die Genauigkeit, den richtigen Ton oder die Klarheit, die Unternehmen benötigen.
Genau hier kommt das Post-Editing maschineller Übersetzungen (MTPE) ins Spiel. Es verbindet die Effizienz maschineller Übersetzung mit dem Urteilsvermögen professioneller Linguisten. So können Unternehmen schneller arbeiten, ohne die Qualität vollständig der Technologie zu überlassen.
Für Unternehmen, die bereits maschinelle Übersetzung nutzen, bietet MTPE einen praktischen Mittelweg zwischen unbearbeitetem maschinellem Output und einer vollständig von Menschen angefertigten Übersetzung.
Was ist Post-Editing bei maschinellen Übersetzungen?
Post-Editing bei maschinellen Übersetzungen ist genau das, wonach es klingt: Eine Maschine erstellt die erste Übersetzung, anschließend prüft und verbessert ein menschlicher Linguist den Text.
Der Ablauf ist einfach:
- Ein maschinelles Übersetzungs- oder KI-System erstellt den ersten Entwurf.
- Ein professioneller Linguist prüft den Text, korrigiert Fehler und optimiert Terminologie, Ton und Formulierungen.
- Die finale Version wird so überarbeitet, dass sie natürlich klingt und gleichzeitig der ursprünglichen Botschaft treu bleibt.
In der Übersetzungsbranche wird dieser Prozess üblicherweise als Post-Editing bezeichnet. Manchmal wird vereinfacht auch vom Korrekturlesen maschinell übersetzter Inhalte gesprochen, auch wenn die beiden Begriffe nicht ganz dasselbe bedeuten. Beim Post-Editing geht es gezielt darum, eine maschinell erstellte Übersetzung für ihren jeweiligen Verwendungszweck zu überarbeiten und zu verbessern.
Schnelligkeit oder Qualität? Mit MTPE lässt sich beides verbinden
Einer der größten Vorteile maschineller Übersetzung ist ihre Schnelligkeit. Ein erster Entwurf kann nahezu sofort erstellt werden. Das ist besonders praktisch für Unternehmen, die große Mengen mehrsprachiger Inhalte verarbeiten.
Die Herausforderung: Maschinell erstellte Texte können den Kontext falsch erfassen, ungeeignete Fachbegriffe verwenden oder Formulierungen enthalten, die unnatürlich klingen.
Menschliches Post-Editing gleicht diese Schwächen aus, ohne den gesamten Übersetzungsprozess von vorne beginnen zu müssen.
Dadurch kann MTPE kostengünstiger sein als eine vollständig menschliche Übersetzung und gleichzeitig die professionelle Prüfung bieten, die Unternehmensinhalte benötigen. Die Kombination ermöglicht schnellere Bearbeitungszeiten, geringere Kosten sowie natürlichere und konsistentere Ergebnisse über verschiedene Dokumente hinweg.
Entscheidend ist: Die Genauigkeit der maschinellen Übersetzung ist nur ein Teil der Gleichung. Die Qualität des fertigen Textes hängt ebenso davon ab, was geschieht, nachdem die Maschine ihre Arbeit erledigt hat.
Was macht der menschliche Reviewer eigentlich?
Post-Editing ist weit mehr als eine schnelle Rechtschreibprüfung.
Der Linguist prüft, ob die Übersetzung dieselbe Bedeutung wie der Ausgangstext vermittelt und ob sie für die Menschen funktioniert, die sie letztendlich lesen werden.
Je nach Inhalt kann dies bedeuten, Fehlübersetzungen zu korrigieren, Satzstrukturen zu verbessern, vorgegebene Terminologie anzuwenden, den Ton anzupassen und für konsistente Formulierungen im gesamten Text zu sorgen.
Menschliches Urteilsvermögen ist besonders wichtig, wenn die Markensprache oder branchenspezifische Terminologie über mehrere Dokumente hinweg einheitlich bleiben soll.
Auch ein guter Ausgangstext hilft. Klare Inhalte, bevorzugte Terminologie und Vorgaben zum Tone of Voice können den Post-Editing-Prozess deutlich effizienter machen.
Die richtigen Erwartungen an MTPE
Beim Post-Editing maschineller Übersetzungen wird ein Text nicht automatisch vollständig neu geschrieben. Ausgangspunkt ist der maschinell erstellte Entwurf, der anschließend gezielt verbessert wird.
Das bedeutet auch, dass jedes Projekt anders ist. Eine hochwertige maschinelle Übersetzung erfordert möglicherweise nur wenige Eingriffe, während ein schwächeres Ergebnis naturgemäß mehr Arbeit durch den Linguisten benötigt.
Das Ziel besteht nicht einfach darin, eine maschinelle Übersetzung besser aussehen zu lassen. Vielmehr geht es darum, Technologie dort einzusetzen, wo sie Geschwindigkeit bringt, und menschliche Expertise dort einzubinden, wo Genauigkeit, Konsistenz und eine natürliche Sprache weiterhin den Unterschied machen.
Für Unternehmen, die bereits mit maschineller Übersetzung arbeiten, kann MTPE daher eine intelligente Möglichkeit sein, mehrsprachige Inhalte effizient zu skalieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass ein Mensch das Endergebnis im Blick behält.
Sie benötigen mehrsprachige Inhalte schneller, möchten aber nicht auf eine professionelle Prüfung verzichten? Unser Service für maschinelle Übersetzung mit Post-Editing verbindet Technologie mit sprachlicher Expertise und hilft Ihnen, die richtige Balance zwischen Schnelligkeit, Kosten und Qualität zu finden.
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